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| Das Kloster Heusdorf |
Wie es zur Gründung des Klosters Heusdorf kam Dem Standort und Bau einer Burg ähnlichen Bedingungen suchten auch die Mönche des Benediktinerordens eine landschaftliche Lage, die Übersichtlichkeit, ein großes Terrain, mehrseitige natürliche Sicherung und die Nähe einer sich entwickelnden Siedlung bot. Offenbar waren die Bedingungen im Gelände der Siedlung Heusdorf nahe der Stadt Apolda für die Sendboten des Glaubens ideal. Und so wurde der Thomasberg zum Standort einer der größten benediktinischen Klosteranlagen Thüringens. Nur gering sind die überlieferten Einzelheiten der Gründung, und auch das Wissen darüber verlor sich in der Ferne der Zeit. So bleiben uns volkstümliche Erzählungen und Legenden, die sich über die Jahrhunderte erhalten haben. So erzählte man sich, wie auf wundersame Veranlassung die Gründung des Klosters erfolgte: "Einst zog durch das anmutige Tal, von Apolda kommend, entlang eines kristallklaren Baches und durch die überaus reich mit Blumen und Kräutern bedeckten Wiesen eine kleine Gruppe von frommen Männern. Es waren Benediktinermönche, die seit geraumer Zeit unterwegs waren, um den Menschen in den Dörfern Trost, Hoffnung und Hilfe zu bringen. Da der Tag sich zu neigen begann, suchten sie für die Nacht einen Lagerplatz. Im Schutz einer kleinen Kapelle - die bereits vor langer Zeit an diesem Ort errichtet wurde - legte man sich nach dem Abendgebet unter freiem Himmel zur Ruhe. Am darauffolgenden Morgen, als die kleine Gemeinschaft weiterziehen wollte, gewahrten die Mönche eine Vielzahl von Quatersteinen, die den Rasen um die Kapelle sowie den gesamten Berg bedeckten. Man sprach von einem Wunder und einem Zeichen aus der Hand der Mutter Gottes, ihr zu Ehren an dieser Stelle eine größere Kirche entstehen lassen. Die Benediktiner gaben dem geweihten Land den Namen 'Petra Mariae', was Maria Stein bedeutet. Das war der Ursprung für das Heusdorfer Kloster, das zum Lob der Gottesmutter errichtet wurde." Thomas Waschke aus Oberroßla, Kreisbodendenkmalpfleger und Autor des Buches "Sankt Gotthard zu Heusdorf", ergründete neben der Geschichte auch, daß es einen gesicherten Nachweis für den Namen aus der Hand des König Phillip von Schwaben (1198-1208) gibt. In einer Urkunde vom 2. Oktober 1207 bestätigt der König, dem Papst und dem Konvent der Nonnen... von Mariastein... eine Schenkung und gleichzeitig ihren Namen. Dem Autor verdanken wir nicht nur dieses Buch, sondern zahlreiche historische und stadtgeschichtliche Untersuchungen sowie das Auffinden von Dokumenten, die oft viele Jahrzehnte nicht oder noch nie für die Geschichtsforschung genutzt wurden. Nur noch wenige Exemplare der Bücher, so auch "St. Peter zu Bergsulza", sind im freien Verkauf in der Buchhandlung Wort und Werk am Brückenborn oder im Ladengeschäft der Druckerei Friedr. Kühn in der Bernhardstraße zu Apolda erhältlich. |
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