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| Die heilige Elisabeth von Eisenach |
Rote Rose ehrt ihr Vermächtnis
Die Tochter des ungarischen Königs Andreas erblickte im Jahre 1207 das Licht der Welt und wurde 1211 als junge Prinzessin nach Thüringen geholt. Nach dem 14. Geburtstag richteten die Getreuen auf der Wartburg eine prächtige Hochzeit mit Ludwig, dem fünften Landgrafen von Thüringen, aus. Liebe und Mißgunst waren stete Begleiter der jungen Gräfin. Elisabeth wurde des winters von 1227 auf 1228 mit ihren drei Kindern von Heinrich Raspe von der Wartburg verwiesen. Am 17. November 1231 starb Elisabeth im Alter von 24 Jahren und wurde zwei Tage später beigesetzt. Der 19. November gilt als Tag der heiligen Elisabeth. Papst Gregor IX. sprach sie 1234 heilig. Folgende Erzählung ist überliefert, die vor langer Zeit in schönster Sprache im Volke umging: Während Ludwig 1226 mit seinem Bruder Konrad nach Italien zu Kaiser Friedrich zog, um am Hofe dessen einer Fürstenversammlung beizuwohnen, ward sein Land und beinahe ganz Deutschland von einer großen Hungersnot bedrängt. Sie brachte ansteckende Krankheiten hervor und raffte unzählige Menschen dahin. Die Not wurde noch vermehrt durch ungewohnte Erscheinungen der Natur; bedrückende Sommerhitze und eine große Dürre waren die Tyrannen. In dieser Zeit des größten Elends leuchtete auf der Wartburg allen Armen, Schwachen und Kranken ein froher Hoffnungsstern; die Landgräfin war ihnen Hilfe, Trost und Rettung. Sie eröffnete die Vorratskammern ihres Herren und speiste täglich die Hunderte der Armen von ihrer Tafel. Am Fuße der Wartburg, wo noch der Elisabeth-Brunnen an sie erinnert, erbaute sie ein Spital, wo sie wenigstens 28 Sieche und Schwache verpflegte. Häufig besuchte Elisabeth die Stätten des menschlichen Elends, tröstete und ermunterte die Armen durch liebreiche Reden und war eine milde Mutter den unschuldigen Kindlein. Als ihre Vorräte und Schätze nicht mehr hinreichten, ihrem wohltätigen Sinne Genüge zu leisten, verkaufte sie selbst ihre köstlichen Kleider und Kleinodien, um der Armen Blöße zu decken, der Dürstigen Hunger zu stillen und die Not aller Leidenden zu mildern. Ihre Tugend blieb nicht unangefochten. Während das Volk sie als eine barmherzige Mutter ehrte und liebte, suchten Höflinge ihre Wohltätigkeit zu verdächtigen. Ludwig aber, der seine Elisabeth herzlich liebte und ihren kindlich-frommen Sinn achtete, erwiderte auf die Klage, dass seine Güter nicht hinreichten zur Bestreitung solcher Ausgaben: "Lasset meine Gattin Gutes tun; was sie der Armut um Gottes Willen erweist, da sage niemand etwas dagegen - wenn sie mir die Wartburg und die Neuenburg nicht verschenkt!" Einmal hinterbrachten Bedienstete dem Landgrafen, dass seine Gattin Geld verschwende und sich umgibt mit gemeinem, unsauberen und herumlungernden Gesindel. Als Elisabeth auf dem Weg hinunter nach Eisenach war und einen Korb voller Lebensmittel trug, trat Ludwig ihr in den Weg und fragte: "Was trägst du in dem Korb?" Erschrocken antwortete sie: "Blumen sind's, die ich hier trage." Das wollte der Landgraf jedoch genau wissen, riß den Deckel vom Korb und es leuchteten ihm wahrlich rote Rosen entgegen. Später, nach dem Tod Ludwigs, wurde diese fromme, sanfte Elisabeth von ihrem Schwager verstoßen, mußte der Wartburg fliehen und fiel von der Stufe der größten Ehre in unverdientes Elend. Sie, die nie müde geworden, den Notleidenden zu helfen und zu geben, war mit ihren Kindern jetzt selbst in größter Not. Diese Tat ehrend und in Anerkennung der Sorge dem Nächsten wird alljährlich die Thüringer Rose vergeben. Der Geschäftsführer der Vereinsbrauerei Apolda, Detlef Projahn, überreichte am 19. November 2004 der Apoldaer Tafel einen Scheck zur Unterstützung der Arbeit zum Wohle der Bedürftigen. Die Gelder sind das Spendenergebnis aus einem erstmals zum Apoldaer Zwiebelmarkt durchgeführten Zwiebelmarkt-Frühstücks der mittelständischen Unternehmer der Region. Symbolträchtig lag der Scheck in einem Korb – gefüllt mit roten Rosen. Der Schutzpatronin und Landesheilige Thüringens, die Heilige Elisabeth, wird ganz besonders zum 800. Geburtstag im Jahre 2007 in Thüringen und europaweit geehrt. |
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