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30.07.2010 | Dichter und Alpinist – Rudolf Baumbach
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Lieder und Sagen künden vom naturellen Schönheitsgefühl Der Dichter und Liedermacher Rudolf Baumbach ist weit über Thüringen hinanus bekannt. Sein „Hoch auf dem gelben Wagen ...“ gehört zum allgemein und allseits bekannten deutschen Volksliedgut. Vielfach wurde das dichterische Talent gewürdigt. „Die Art, wie der Dichter der Natur gegenübersteht, wie er mit hellen Augen in Tier- und Pflanzenwelt Dinge sieht, die Hunderte nicht sehen, dazu sein holder Leichtsinn, sein kecker Humor, die Ursprünglichkeit seines Gefühls, die knappe runde Form seiner Lieder, das ist es, was uns auf Schritt und Tritt an die Volkspoesie gemahnt. Den kunstgemäßen Dichter aber verrät sein sicheres Schönheitsgefühl“, schreibt der „Grenzbote“ vor über sechs Jahrzehnten. Seine Lieder sind u.a. in kleinen Gedichtbändchen veröffentlicht – auch im „Zlatorog“. Der Zlatorog ist dramatisch bewegt. Er behandelt eine slowenische Sage, die um den Triglav spielt. (Dort stand ebenfalls eine Baumbach-Schutzhütte, von der leider nur noch Mauerreste übrig sind.) Auf den Stoff verwies sein Freund Prof. Dr. Urbas. Mit ihm weilte er öfter in der Triglavgegend. Baumbach selbst versuchte vier Mal den Gipfel zu besteigen; er ist aber jedesmal durch ein eintretendes Schlechtwetter davon abgehalten worden. Zlatarog, der Gemsbock mit den goldenen Hörnern, bewacht das Alpenparadies der Bergfrauen Rojenice und führt seine weißen Gemsen. Jeder Eindringling wird durch Blitze, die aus den Hörnern des Bocks fahren, vertrieben. Wird der Bock verwundet, so sprießen aus dem Blut rote Triglavrosen, die ihn zugleich gesunden lassen. Mit frischen Kräften ausgerüstet, stößt er den Frevler in den Abgrund. Zlatarog und die Bergfrauen meiden später den Ort, das Paradies verschwindet und ein ödes Felsmeer bleibt zurück. Die Sage verbindet der Dichter in geschickter Weise mit der Liebesgeschichte eines Trentajägers und einer Wirtstochter. In ungeahntem Wohllaut strömen die Verse dahin. Packend sind die Naturschilderungen. Dass die Bergsteiger sich dieser Dichtung besonders verbunden fühlten, ist selbstverständlich. Besonders anerkennend spricht von ihm (der 1940 noch lebende) Altbergsteiger, ehemals ein jugendlicher Freund Baumbachs, Dr. Julius Kugy. In seinem Werk „Arbeit – Musik - Berge Ein Leben“ schreibt er: „Ich möchte es an dieser Stelle sagen, wie unendlich vieles aus Baumbachs Romantik in meinem Inneren für die Bergwelt geworben, sich in mir in Bergahnen und in Bergstimmung umgesetzt hat. Man denke nur daran, was Baumbachs Zlatarog für mein junges Herz bedeuten mußte, in welchem von allem Anbeginn der altehrwürdige Dom des Triglav wie ein Riesenaltar aller frommen Bergsteigersehnsucht und Bergandacht stand. Dem Gipfel Triglav widmete der Dichter wunderschöne Zeilen „Dir, mächt'ger Triglav, gilt mein Lied mein Grüßen ...! In diesem Jahr widmet der Baumbachverein in Kranichfeld/Thüringen dem Dichter, Liedermacher und Bergfreund Rudolf Baumbach anläßlich des 170. Geburtstag im September 2010 ein großes Jubiläumsfest. Ein herzliches Willkommen allen, die sich dem weithin bekannten Freund der Berge und Schöpfer deutschen Volksliedgutes verpflichtet fühlen. Kontakt: Helke Henkel, Vorsitzende des Baumbachvereins Kranichfeld e.V., Tel. & Fax 036450/39669 oder www.Kranichfeld.de Hartwig Mähler (Unter Nutzung der Quelle: „Der Bergsteiger“, München, Wien, 1940)
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30.07.2010 | Die heilige Elisabeth von Eisenach
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775 Jahre der Heiligsprechung Die Tochter des ungarischen Königs Andreas II. und Gertrud von Kärnten-Andechs-Meran erblickte im Jahre 1207 im nordungarischen Sarospatak das Licht der Welt. Zeitgleich fand auf der Wartburg der Sängerkrieg statt. Im Streit wurde einem der Sänger der Tod angedroht. Dies konnte nur unter Einbeziehung des ungarischen Sängers und Zauberkünstlers Klingsor beigelegt werden. Dieser las prophetisch aus den Sternen zu jener Zeit, dass dem ungarischen Königspaar ein Töchterlein Elisabeth geboren wird, welches die Braut des Thüringer Landgrafen werden sollte. Zur Erziehung in Deutschland holten die Getreuen im Jahre 1211 als junge Prinzessin nach Thüringen. Nach dem 14. Geburtstag richteten die Getreuen auf der Wartburg eine prächtige Hochzeit mit Ludwig, dem fünften Landgrafen von Thüringen, aus. Liebe und Missgunst waren stete Begleiter der jungen Gräfin. Als 1225 die Franziskaner nach Thüringen/Eisenach kamen, lehrten sie das Ideal der Besitzlosigkeit. Elisabeth schien davon beeindruckt und richtete ihr Leben immer vollkommener danach aus. Zahlreiche Legenden und wunderbare Erscheinungen bildeten sich heraus und wurden von Mund zu Mund über die Jahrhunderte überliefert. Das „Rosenwunder“ ist vielleicht die ergreifendste Legende. Landgraf Ludwig zog 1226 mit seinem Bruder Konrad nach Italien zu Kaiser Friedrich, um einer Fürstenversammlung beizuwohnen. Während dieser Zeit beherrschte beinahe ganz Deutschland eine große Hungersnot. Alle ungewohnten Erscheinungen, Dürre und Hitze und dann plötzlich öffneten sich alle Schleusen des Himmels auf einmal. In dieser Zeit leuchtete allen Elenden ein Stern auf der Wartburg. Elisabeth half, was ihr an Kräften gegeben war. Diese Tugend blieb nicht unangefochten. Graf Ludwig soll den Hinterbringern solcher Nachrichten gesagt haben: „Lasset meine Gattin Gutes tun, was sie der Armut um Gottes Willen erweiset, das sage Niemand etwas dagegen – wenn sie mir nur die Wartburg und die Neuenburg nicht verschenkt.“ Am 11ten Herbstmonat 1227 verstarb der Thüringer Landgraf Ludwig in Brindisi. Elisabeth erhielt die Nachricht vom Tode des Gatten in ihrem vierten Wochenbette und sagte: „Mir ist die Welt gestorben und alle Freude in ihr.“ Sie war im zwanzigsten Jahr Witwe, nachdem sie Ludwig einen Sohn, Hermann II., und drei Töchter, von denen Sophia mit dem Herzog Heinrich II. von Brabant vermählt wurde, geboren hatte. Der vierjährige Hermann war der Erbe der väterlichen Güter und Würde, aber sein Oheim, Heinrich Raspe, war vom Eigennutz angetrieben und vergaß alsbald die brüderliche Liebe, missbrauchte die Vormundschaft und betrachtete sich als Herr von Thüringen und Hessen. Elisabeth wurde des winters von 1227 auf 1228 mit ihren drei Kindern von Heinrich Raspe von der Wartburg verwiesen. Nach kurzer Versöhnung verließ sie gegen den Willen ihrer Verwandten den fürstlichen Hof und begab sich auf Konrads, des Seelenführers und Beichtvaters, Befehl nach Marburg im Jahre 1929. Auf Betreiben von Papst Gregor IX. muss Raspe das Witwengut herausgeben und beibringen. Trotzdem wählte sie freiwillig die Armut und ernährte sich von ihrer Hände Arbeit. Tatsächlich aber zwang sie Konrad von Marburg zur Heiligen zu werden. In Marburg hatte sie ein kleines Haus, und dieses richtete sie als Herberge der Armen und Kranken ein. Konrad hat wohl auch Anteil daran, was aus Elisabeth wurde: eine fromme Dulderin ohne Freunde. Am 19. November 1231 starb Elisabeth im Alter von 24 Jahren und beendete ein kurzes, tugendhaftes Leben. Konrad von Marburg wird für seinen Frevel an der Heiligen 1233 erschlagen. Papst Gregor IX. sprach sie 1234 heilig. Am 1. Mai 1236 wurde der Sarg feierlich der Erde enthoben. Kaiser Friedrich II. Von Hohenstauffen öffnete den Sarg im Beisein vieler Erzbischöfe, der Kinder Elisabeths, der Grafen und der alten Landgräfin Sophie sowie einer unzählbaren Menge Volkes und zierte das Haupt der Heiligen mit einer goldenen Krone. Mit der Reformation ließ die Verehrung der Heiligen nach. Im Jahre 2007 erfolgte die Landesausstellung in Thüringen „800 Jahre Heilige Elisabeth“ und die europaweite Verehrung. Das 775. Jahr der Heiligsprechung der Elisabeth, der Landgräfin von Thüringen, wird u.a. durch eine Gold-Ehrenprägung im Jahre 2010 gewürdigt.
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29.07.2010 | Handwerker-Cup 2010 -
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... jetzt anmelden Handwerkskammer lädt am 15. August zum Handwerker-Fußballturnier und buntem Familienfest ein "Wir bauen nicht nur die Tore - Wir schießen sie auch". Das können Handwerker aus dem Erfurter Kammerbezirk am 15. August zusammen mit Ihren Kollegen auf dem grünen Rasen zeigen. An diesem Tag veranstaltet die Handwerkskammer Erfurt zusammen mit Mercedes Benz-Russ & Janot und der IKK classic den "Handwerker-Cup 2010" auf dem Erfurter Sportplatz "Borntal". Am 15. August rollt aber nicht nur der Ball und werden die Tore von hoffentlich vielen Fans bejubelt. Ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie mit Unterhaltung, Hüpfburg, Kinderspielen und Torwandschießen erwartet die Gäste zwischen 9 und 18 Uhr. Dazu können alle ihre Fitness testen und gesunde Drinks probieren, denn der IKK-Gesundheitsbus macht an diesem Tag Station im Borntal. Gespielt wird in 6er-Mannschaften auf Kleinfeldern. Den besten drei Mannschaften winken tolle Preise. Alle weiteren Infos und Anmeldungen finden interessierte Handwerker im Internet unter www.handwerker-cup.de oder unter Tel. 0361/2150-134. Anmeldeschluss ist der 30. Juli. |
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29.07.2010 | Schule für Mode und Design Apolda
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Die Schule für Mode und Design ist seit dem September 2009 in Apolda tätig. In dieser Zeit gab es nicht nur negative Erfahrungen, sondern es sind auch einige interessante Dinge entstanden. Die Ergebnisse dieser Arbeit möchten wir Ihnen vorstellen und dabei auch gleichzeitig über die neuen, zukünftigen Aktivitäten (Projekte) der Schule informieren. Im Vordergrund der Arbeit steht dabei die Förderung der jungen Kreativen. Trotz aller Probleme und Schwierigkeiten gibt es neue strategische Partnerschaften und Kooperationen sowie eine Neuorientierung der Schule für Mode und Design für Thüringen. An der Idee einer Modeschule in Apolda wird festgehalten, jedoch wird es eine längere Anlaufphase geben. Das Pressegespräch findet am 29.07.10 um 13.15 Uhr in Apolda in den Räumen der Schule für Mode und Design im Gymnasium Bergschule (Dr. Theodor-Neubauer-Str. 10a, Raum 318) statt. Kontakt: L. Liebecke Geschäftsführung Tel : 0172 9575459 03644 605039
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29.07.2010 | Metaphysik nach Nietzsche?
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Das Kolleg Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar lädt zu einem Vortrag ein Am Donnerstag, 29. Juli 2010, 18 Uhr, setzt Jörg Zimmer im zweiten Teil des Fellowships am Kollege Friedrich Nietzsche seine Studie zur Möglichkeit einer Metaphysik nach Nietzsche fort. Eine Grundfrage der Metaphysik ist die nach der Welt und wie sie als Ganzes gedacht werden kann. Diese Frage hat im Zeitalter der Globalisierung einen neuen Sinn und eine neue Dringlichkeit bekommen und soll mit Nietzsche beantwortet werden. Im Zentrum seines Arbeitsvorhabens stellt Jörg Zimmer eine Rekonstruktion der erkenntniskritischen, spekulativen und nihilistischen Grundintentionen der Metaphysikkritik dar, wie sie mit den Namen Kant, Hegel und Nietzsche verbunden sind. Damit steckt er den Rahmen ab, wie und in welchem Umfang metaphysische Denkstrukturen heute noch für das philosophische Denken fruchtbar gemacht werden können. *Veranstaltungsdaten * »Metaphysik nach Nietzsche?« Vortrag von Jörg Zimmer Donnerstag, 29. Juli 2010 | 18 Uhr Kolleg Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar Humboldtstraße 36 | 99425 Weimar Eintritt frei *Informationen* Kolleg Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar Humboldtstraße 36 | 99425 Weimar Tel: 0 36 43 | 545-630 | Fax: 0 36 43 | 545-639 E-Mail: kolleg-nietzsche@klassik-stiftung.de
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29.07.2010 | Bekanntgabe
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... der Arbeits- und Ausbildungsmarktzahlen für den Monat Juli am Donnerstag, dem 29. Juli 2010, um 10:00 Uhr in die Agentur für Arbeit Erfurt, Sitzungsraum 4127, Max-Reger-Str. 1, 99096 Erfurt. Mehr: www.arbeitsagentur.de Schon gesehen? www.ba-arbeitgebernews.de
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29.07.2010 | Torsten Zaunmüller
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... neuer Trainer beim FF USV Jena Vor wenigen Tagen konnte der FF USV Jena seinen neuen Trainer für die Bundesligamannschaft vorstellen. Thorsten Zaunmüller wird ab sofort die Verantwortung über die sportlichen Belange des thüringischen Bundesligisten übernehmen. Der 40-jährige Bayer war zuletzt bei Wacker München in der zweiten Bundesliga tätig. Daneben hat er als Auswahltrainer im Bayrischen Fußball-Verband die U12-U14 Mädchen trainiert. Nach seinem Studium zum Sportlehrer arbeitete er die letzten 11 Jahre in einer Praxis für Sporttherapie. Während dieser Zeit ließ er sich noch zum Physiotherapeuten und Ernährungsberater ausbilden. Die Möglichkeit beim FF USV die Bundesligamannschaft zu übernehmen konnte er sich nicht entgehen lassen, wie er selber sagte. Zaunmüller steht noch bis Ende August offiziell bei seinem „Noch-Arbeitgeber“ unter Vertrag, wird aber dennoch die meisten Trainingseinheiten persönlich leiten können. Wenn er dennoch beruflichen Verpflichtungen nachgehen muss, steht der bisherige Interimstrainer Christian Kucharz für einzelne Einheiten zur Verfügung. Beim Trainingslager in Bad Blankenburg, welches morgen beginnt, wird er dabei sein und kann sich in der kommenden Woche intensiv mit seiner neuen Mannschaft beschäftigen. Ständige Unterstützung im Training erhält er zunächst von Sandy Mazur, welche als Co-Trainerin fungieren wird und dem ehemaligen Zweitliga-Torhüter Daniel Krauss, welcher das Torwarttraining übernehmen wird. Diese Personalien wurden notwendig, da der bisher als Co und Torwart-Trainer eingeplante Bernd Lindrath auf unbestimmte Zeit krank ausfallen wird. Als Ziel gibt Zaunmüller an „die Mannschaft in den nächsten zwei Jahren im Bundesligamittelfeld etablieren zu wollen“. Primär wird er sich aber der Abwehrarbeit widmen „60 Gegentore wie in der letzten Saison sind eindeutig zu viel, hier möchte ich ansetzen. Jede Spielerin wird bei mir bei null anfangen, jede kann sich für den Kader und die erste Elf empfehlen“.
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29.07.2010 | Schenkung Ilse Franke
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-- Klassik Stiftung Weimar zeigt Arbeiten des Erfurter Künstlers Rudolf Franke (1925-2002) im Neuen Museum Weimar Am 17. Mai 2010 wäre Rudolf Franke 85 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass schenkte seine Witwe Ilse Franke den Freunden und Förderern der Kunstsammlungen zu Weimar e.V. elf Farbgrafiken von Rudolf Franke aus dem von ihr betreuten Nachlass. Vom 28. Juli bis zum 29. August 2010 zeigt die Klassik Stiftung Weimar diese Meisterwerke des farbigen Linolschnitts im Neuen Museum. Bei den ausgestellten Blättern handelt es sich um Unikate, die Franke als Collagen sowie in verschiedenen Mal- und Zeichentechniken ausführte. Ergänzend zeigt die Klassik Stiftung Arbeiten der Erfurter Ateliergemeinschaft, die in Erfurt von 1963 bis 1974 insgesamt 45 Ausstellungen organisierte. Rudolf Franke war spiritus rector der Erfurter Ateliergemeinschaft. Zu sehen sind drei Mappenwerke, die Ilse Franke der Klassik Stiftung Weimar als Dauerleihgabe übergeben hat. Rudolf Frankes Schaffen im Bereich des bildnerischen Hochdrucks begann schon während seiner Studienzeit in den späten 1940er Jahren und gewann neue Perspektiven mit der Aufnahme seiner Lehrtätigkeit am Pädagogischen Institut der Stadt Erfurt im Jahr 1960. Linoleum wurde für ihn zum bevorzugten Arbeitsmaterial, das er in virtuoser Weise zum mehrfarbigen Linolschnitt entwickelte. Die Landschaft war Frankes bevorzugtes Motiv. Besonders in den von ihm geschätzten Landschaften der Bergwelt der Niederen und Hohen Tatra, den Karpaten und Rhodopen sowie ab 1989 in den österreichischen Alpen erlebte er den vielfältigen Wechsel der Natur, der ihm nachhaltige Eindrücke für seine »Bildfindungen« vermittelte. Auch Fahrten in den Thüringer Wald, das Sauerland, Reisen an die See oder Aufenthalte in den Gärten von Freunden regten ihn zu Landschaftskompositionen an, die für ihn als »Seelenlandschaft« Träger persönlicher Empfindungen darstellten. In den natürlichen Strukturen der Landschaft fand Rudolf Franke die Formprägungen und Ordnungsgefüge seiner Ideenwelt, deren Dynamik er in seinen Werken nachspürte. Dabei war es ihm besonders wichtig, die Farbe als bestimmendes Element in seine grafischen Gestaltungen einzubeziehen. Großen Wert legte Rudolf Franke auf die zeichnerische Weiterbearbeitung seiner Drucke mittels Feder, Stift und Pinsel. Er bearbeitete die Blätter immer mehrfach, variiert, akzentuiert und mit aufgeklebten Papieren collagiert. »Meine Grafik soll ein Hymnus auf die Schönheit einer lebendigen, einer menschlich empfundenen Welt sein.« (Rudolf Franke, 1985) *Ausstellungsdaten* Schenkung Ilse Franke Grafik von Rudolf Franke (1925 Erfurt -- 2002 Erfurt) bis 29. August 2010 Neues Museum Weimar Weimarplatz 5 | 99423 Weimar Öffnungszeiten: Di bis So | 11 bis 18 Uhr Eintritt: Erw. 5,50 € | erm. 3,50 € | Schüler: 1,50 € Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren erhalten freien Eintritt.
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29.07.2010 | Liebe Wanderfreunde
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Bin auf der Suche nach ein bis zwei Wanderfreunden, die mit uns vom 14. - 25.8. in die Julischen Alpen (Slowenien) zum Bergwandern fahren möchten. Nach einer Wanderwoche im Hochgebirge sind noch ein paar Tage an der Adria vorgesehen. Wer also kurz entschlossen ist und mit möchte, bitte ich um Meldung. Würde dann die notwendigen Infos zukommen lassen. Es wäre schade, wenn die Plätze nicht ausgelastet würden Vielen Dank! Ihr und Euer Heinz Luger, Kranichfeld, Kontakt: heinzluger@gmx.de Kulturlandschaftsführer P.S. Zu den Julischen Alpen und zum Alpinisten und Dichter Rudolf Baumbach (geboren in Kranichfeld) finden Sie einige Texte hier unter Volltextsuche. Wir geben Ihre Anmeldung zur Mitfahrt auch gern an Heinz Lugner weiter.
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28.07.2010 | neuigkeiten@toskanaworld.net
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Zum Weitersagen informieren wir Sie über die Toskanaworld & Auerworld Veranstaltungen im August 2010. Mehr: www.toskanaworld.net August 2010 30.07. -01.08. Auerstedt, Auerworld-palast, Auerworld Festival Zum 12. Mal wird am weltberühmten Weidenrutenpalast gefeiert, geträumt, gelebt und überaus coole Musik gemacht. Mehr: www.auerworld-festival.de 01.08. 08.00 – 16.00 Uhr, Schlosshof Auerstedt, Floh- und Trödelmarkt Familientag mit Drehorgelmusik, Gastronomie und Trödelflair. Händler und Privatleute bieten Antikes und Kurioses an. Wer etwas verkaufen möchte, kann sich beim "Trödel Peter" anmelden 0172-2002157. www.troedel-peter.de 07.08. Samstag, 21.00 Uhr, Toskana Thermen Bad Sulza / Bad Schandau / Bad Orb, Liquid Sound Club Der erste Samstag im Monat in den Thermen der Toskanaworld ist live gemischten sphärischen Klängen gewidmet. Im Liquid Sound Club treffen sich DJs und Gourmets von Klang-Experimenten im Wasser. Die flüssigen Sounds werden zwischen Bad Sulza und Bad Schandau live gemischt hin und her geschickt - im Wasser und im Web.tv. Willkommen im Chillirium! Die Protagonisten: Die Live-Übertragung: livestream.com 22.08. Sonntag, 11.00 Uhr, Goethe Gartenhaus Bad Sulza, Lesung und Vortrag Dr. Ursula Püschel: Mit allen Sinnen. Goethes erotische Lyrik Die renommierte Autorin und Literaturwissenschaftlerin Dr. Ursula Püschel behandelt ein Thema, um das sich viele Gerüchte ranken: Goethes erotische Lyrik. Eine literarische Matinee im dazu wunderbar passenden Ambiente des Goethe Gartenhauses Bad Sulza. 24. 08. Dienstag, Toskana Therme Bad Sulza, Vollmondkonzert: No accident in paradise Unter der Vollmondresidenz des Dresdner Klangkünstlers [micro:form], findet sich zum August-Vollmond eine exquisite Künstlergruppe zusammen: „No Accident in Paradise“ heißt die Vorstellung, auf die die Freunde der gepflegten Unterwassermusik gespannt sein können. Zur Laptop-Musik von [micro:form] und dem Ambient-Meister Inannia aus Jena gesellen sich der Pianist Albrecht Ziepert, Dozent an der Universität Erfurt sowie der Film- und Videokünstler Robert Seidel. Ihre gemeinsame Idee beschreiben sie so: „Es ist ein Experiment geschehen, wir wissen nicht wann und wo. Es ist ein Zustand erreicht. Es gab keinen Unfall. Das Paradies ist hier und jetzt. In einer Zeit, in der Schnellebigkeit zur zentralen Qualität erhoben ist, entrückt die Hektik der langsamen Bewegung. 4 Künstler, die NO ACCIDENT IN PARADISE bilden, werden mit Hilfe des Über- und Unterwasser-Liquid Sound® Systems in der Therme, visuelle Landschaften und Tonstrukturen in den Raum und Wasser streuen. Alles steht fast still, die Langsamkeit wird mittels elektronischer Ambientmusik wiederentdeckt. Das Experiment kann beginnen, die Genesis der Langsamkeit sendet Signale aus – wer geht auf Empfang?“ Das Vollmondkonzert wird auch in die Toskana Therme Bad Schandau übertragen! 26.08. 19.00 Uhr, Conference Center, Toskana Therme Bad Sulza, Vortrag und Film: „Historisches und Kurioses aus dem Weltdorf Auerstedt“ Susann Albrecht vom Förderverein Auerstedt e.V. trägt Filme und Geschichten aus dem Weltdorf Auerstedt vor. Historisches und Kurioses von A ... wie Alfred Hitchcock über E ... wie Eiermanns Else bis S ... wie Schloss Auerstedt 29. 08. ab 12.30 Uhr, Sauna der Zukunft, Literarischer Aufguss: Das große Fressen. Mit Ursula und Siegfried Schütt, Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft Thüringen. Vorgetragen in temperaturverträglichen Portionen (ca. 10 Min.) um 12.30, 13.30, 14.30, 15.30, 16.30, 17.30 Uhr. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Ursula und Siegfried Schütt lesen aus ihrem gemeinsamen Werk „Das große Fressen. Grimmige Fabeln und fabelhafte Märchen“ (quartus-Verlag 2009, Edition Ornament). Es sind Tugenden und Laster, die schon in den Fabeln des Äsop aus- und vorgestellt wurden und um die es auch in der Schüttschen Fabel- und Märchenwelt, transformiert und an die heutige Zeit angepasst, geht: Einer Welt also, in der der Wolf nicht mehr die Geißlein frisst, sondern der Familie einen Kreditvertrag aufdrängt und somit ruiniert. Lassen Sie sich von den vielschichtigen Fabeln der ehemaligen Lehrerin (* 1941 in Belrieth/ Kreis Meinigen) für Deutsch und Kunsterziehung, sowie den Märchen des Redakteurs und freien Schriftstellers ( * 1937 in Lübbenau) inspirieren. „Ursula Schütt hat die Fabel zu neuem Leben erweckt“ schreibt Frank Quilitzsch in einem Artikel der Thüringischen Landeszeitung. Hoch lobt er „der Erzählerin Art, die alte Form mit neuen, zeitgemäßen Inhalten zu füllen.“ Das Autorenpaar überzeugt durch einen beißenden, ironischen und auch frechen Humor, der zum Mitlachen und Nachdenken anregt. Körper und Geist werden hier gleichermaßen durch ein altes Genre belebt.
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