|
|
27.07.2010 | Wilhelm Constantin Helmrich
|
Das Buch „Wanderbilder und Waldpartien aus Jenas Umgegend und dem Saaletal“ ist 1925 in der sechsten Auflage erschienen und wurde in der UniversitätsDruckerei gefertigt. Es ist einfach großartig, wie das Zeitbild vom Autor, dem Urgroßvater von Karin Runge, gezeichnet wurde. Kurt Müller aus Cospeda, ein alter Wanderfreund, hat das Buch in seinem Besitz. Und immer, wenn es die Zeit erlaubt, wird darin geblättert, die eine oder andere Geschichte „wiederentdeckt“ oder auch eine Wanderung nach den Empfehlungen aus längst vergessenen Zeiten aufgenommen. In dem Buch wird u.a. über die Kapellenburg, die Geschichte des Müller-Röschens, den Sperlingsberg und auch die altehrwürdige Wasserburg zu Kapellendorf berichtet. Im Zusammenhang mit dem 200. Jahrestag der Schlacht von Jena und Auerstedt kamen Texte natürlich auch ins Netz und wurden von Karin Runge, die Ur-Enkelin von Wilhelm Constantin Helmrich, mit Interesse gelesen. Das besagte Buch ist neben einem Foto als eines der wenigen Erinnerungsstücke in ihrem Besitz. Bei dieser Gelegenheit hatte Karin Runge noch eine Frage zu stellen, die sie bisher noch nicht klären konnte. „Ich würde gerne wissen, ob diese Bank noch existiert, was ich allerdings aufgrund der verstrichenen Zeit für unwahrscheinlich halte. Haben Sie darüber irgendeine Information oder wissen Sie, wer mir darüber Auskunft geben kann?“, so die Anfrage. W. C. Helmrich zu Ehren, wurde anlässlich des 25. Todestages (verstorben am 09.11.1913) vom Thüringerwald-Verein eine Bank auf den Kernbergen im Jahre 1938 gestiftet. Helmrich arbeitete am Thüringer Oberlandgericht in Jena. Vor rund 130 Jahren war er als Registraturbeamter mit der Beaufsichtigung und Instandhaltung der Bibliotheken befasst und beauftragt. Es gehörte zu seinen ausgewählten Beschäftigungen, sich der Heimat zu widmen und Besonderheiten über die Publikation den Bürgern weiterzugeben. Die „Gräfin“ war so etwas Aufregendes und wurde in der „Gartenlaube“ einst in unterschiedlichen Varianten (auch Dunkelgräfin) veröffentlicht. Noch einige Jahrhunderte zurück ist vermerkt, dass auf dem Spielberg das Haus des 1152 urkundlich erwähnten Herrn von Kunitz gestanden haben soll. Die Kunitzburg nannte man auch Burg Gleißberg. Die markante Ruine Kunitzburg befindet sich in dem bereits seit 1961 bestehenden Naturschutzgebiet nahe Jena. „Vielleicht steht ja die Bank noch“, fragte Karin Runge bei der Redaktion an. Die Anfrage konnte auch der Stadtförster Jenas Olaf Schubert nicht per sofort beantworten, und er schaltete sich in die Recherche ein. Zum Dank für die Antwort und als freundliche Geste informierte die Ur-Enkelin über einen bisher unveröffentlichten Bericht über die „Gräfin der Kunitzburg“ und stellte diesen gern als Ablichtung zur Verfügung. Er ist in der alten deutschen Schrift verfasst und das Papier, auf dem es geschrieben ist, ist bereits brüchig. Logisch, dass Karin Runge das Original ungern aus der Hand geben wollte. Zu den Vorhaben von Chronisten, Heimatforschern oder Journalisten sollte gehören, auch nach über 85 Jahren die eine oder andere Geschichte aus der Vergangenheit zu holen. Deshalb wurde diese Variante der „Gräfin der Kunitzburg“ aufbereitet und wird in drei Folgen hier auf der HP veröffentlicht. Freundlicherweise erteilte die Ur-Enkelin dazu die Erlaubnis. Herzlichen Dank und viel Freude beim Lesen. P.S. Was W. C. Helmrich weder ahnen noch erleben konnte, ist das Internet. Wer will, kann zu jedem Begriff und zum gesamten Schwedischen Königshaus und allen Königen unendlich lange im Netz surfen. Die Geschichte der „Gräfin von der Kunitzburg“ bleibt trotzdem bis heute interessant und spannend. Weiterführende Informationen und Kontakte: Kunitzburg, Ansprechpartner des Vereins: Lars Schlegel, Handy - 01622841333, E-Mail - info@kunitzburg.de. |
|
|
|