30.07.2010 | Ein unvergessliches Musikerlebnis

... für Jung und Alt!
Apolda – Festwiese in der Herressener Promenade
Montag, 16.08.2010 - 20h
(Fortsetzung I) 2. Akt: Der Frevler - Abigail erfährt, dass sie eigentlich eine Sklavin ist und Fenena die echte Königstochter und Thronfolgerin. Sie lässt sich vom babylonischen Hohepriester in Nabuccos Abwesenheit die Macht übertragen und will Fenena beseitigen. Da erscheint der schon Totgeglaubte Nabucco. Voller Zorn ruft er sich selbst zum Gott aus. Ein Blitzstrahl Jahwes schlägt ihn mit Wahnsinn. Abigail nimmt seine Stelle ein.
3. Akt: Die Prophezeiung - Abigail hat den umnachteten Nabucco in ihrer Hand. Sie bringt ihn dazu, den Befehl zur Hinrichtung der Hebräer auszustellen. Das würde auch Fenenas Ende bedeuten, denn sie ist inzwischen zum Judentum übergetreten. Abigail vernichtet den Beweis ihrer niederen Herkunft. Die gefangenen Hebräer beklagen am Ufer des Euphrat ihr Schicksal. Doch ihr Hohepriester Zacharias prophezeit das bevorstehende Ende Babylons.
4. Akt: Das zerbrochene Götzenbild - Fenena wird zur Hinrichtung geführt. Als Nabucco dies sieht, unterwirft er sich Jahwe, dem Gott der Hebräer, und bittet ihn um Beistand. Sofort fällt die Umnachtung von ihm ab. Mit seinem Getreuen Abdallon befreit er im letzten Augenblick seine Tochter Fenena und alle Hebräer. Abigail sieht, dass alles verloren ist, vergiftet sich und fleht um Verzeihung. Nun offenbart sich auch Gottes Macht und der Sieg über den babylonischen Gott Baal. Dessen Götzenbild stürzt machtlos zu Boden.
Giuseppe Verdi - Entstehung des Werkes: „Nabucco“ markiert den Beginn der „Galeerenjahre“ Verdis, in denen er sich von immer neuen Verträgen zum Schreiben von nicht immer erfolgreichen Opern treiben ließ. Der Begriff geht auf einen Brief Verdis von 1858 zurück: „Seit Nabucco habe ich sozusagen keine ruhige Stunde mehr gehabt. Sechzehn Jahre Galeerenarbeit“, schrieb der Komponist da – also von 1842 bis 1858. Zugleich war "Nabucco" der erste ganz große Erfolg Verdis auf der Opernbühne.
Giuseppe Verdi – Die Person: Giuseppe Fortunino Francesco Verdi wurde am 10.10.1813 in Le Roncole bei Parma geboren. Als Sohn eines Gastwirts kam er aus einfachen Verhältnissen. Dennoch zeigte sein Vater Verständnis für seine musikalische Neigung und gab ihn dem Dorforganisten an die Hand. Mit zwölf Jahren erlangte er die Aufmerksamkeit von Antonio Barezzi, einem wohlhabenden Kaufmann aus Busseto. Dieser nahm ihn zu sich und ließ ihn musikalisch ausbilden. Er förderte Verdi weiterhin, da dieser kein Stipendium des Konservatoriums erhielt. So konnte Verdi sein Studium bei dem Paisiello-Schüler Vincenzo Lavigna (1776–1836) absolvieren. Seit 1836 als “Maestro di Musica” wieder in Busseto, heiratete Verdi Margherita Barezzi, die Tochter seines Förderers. 1839 begann seine Laufbahn als Opernkomponist mit Oberto, conte di San Bonifazio  an der Mailänder Scala. Es folgte die bisher größte Krise seines Lebens. Seine beiden Kinder und seine Frau starben bis 1840. Seine zweite Oper, Un giorno di regno, wurde ein Reinfall. Verdi verzweifelte an sich selbst und nahm zunächst keine weiteren Aufträge der Scala mehr an. Erst 1842 erschien mit Nabucco sein nächstes Werk und wurde sofort zu einem rauschenden Triumph. Verdi, selbst glühender Anhänger des “Risorgimento”, der italienischen Einigungsbewegung, hatte den Lebensnerv der Italiener getroffen. Der berühmte Gefangenenchor, Va, pensiero, sull’ ali dorate (Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen), wurde sofort zur heimlichen Nationalhymne.
(Wird fortgesetzt.)


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